Hartwig-Hesse-Quartier: Integratives Wohnen im Alter

Senioren

ARCHIV-Inhalt (veröffentlicht: 24.08.2016)

Startschuss für das Hartwig-Hesse-Quartier: Rund 190 Jahre lang bot die Hartwig-Hesse-Stiftung auf dem Areal in der Alexanderstraße mit ihrem Witwen-Stift bezahlbaren Wohnraum für alleinstehende Damen. Im April 2016 wurden der Stift sowie das daneben liegende Verwaltungsgebäude der Stiftung abgerissen – die Gebäude waren marode, die Wohnungen nicht barrierefrei und altersgerecht. Neu entstehen wird hier nun das Hartwig-Hesse-Quartier, dessen Baubeginn am 22. August 2016 eingeleitet wurde.

Maik Greb, Geschäftsführer der Hartwig-Hesse-Stiftung, erklärt: "Das zentral gelegene Quartier wird mit seinen vielfältigen Angeboten den modernsten Ansprüchen an Wohnen im Alter gerecht. Wir haben bei der Konzeption den Fokus auch darauf gelegt, den Kontakt zwischen den Altersgruppen zu fördern sowie eine Anbindung an den Stadtteil zu begünstigen."

Das Hartwig-Hesse-Quartier wird auf 7.140 qm 111 altengerechte und barrierearme Wohnungen für Seniorinnen und Senioren anbieten, die speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmt sind. Die Mieterinnen und Mieter schließen außerdem einen Servicevertrag ab, der beispielsweise die  Bereitstellung einer Betreuungsperson vor Ort, eines Hausnotrufs und Angebote zur Freizeitgestaltung beinhaltet. Eine rund 90 qm große Wohnung ist als Senioren-Wohngemeinschaft geplant, welche für drei selbstständige ältere Menschen ausgerichtet ist. Einige der Wohnungen werden außerdem für ehemalige (pflegebedürftige) Obdachlose bereitgehalten.

Darüber hinaus wird in dem Quartier eine Wohn-Pflege-Gemeinschaft für Menschen mit Demenz eingerichtet. Die Betreuung erfolgt über den Ambulanten Pflegedienst der Stiftung, der seinen Hauptsitz im Quartier haben und seine Dienste im gesamten Stadtteil anbieten wird.

Ein Teil des Areals wird an eine Baugemeinschaft mit Familien vermietet. Ferner wird die Einrichtung einer Kindertagesstätte die Begegnung zwischen Jung und Alt fördern. Um einen zusätzlichen Mehrwert für die Bewohner zu schaffen und das Quartier mit Nachbarn aus dem Stadtteil zu verbinden, stehen zwei Gewerbeflächen, die beispielsweise an einen gastronomischen Betrieb oder einen Dienstleister wie Friseur, Fußpflege oder Physiotherapie vermietet werden. Auch die Verwaltung der Stiftung wird nach Fertigstellung des Quartiers wieder in die Alexanderstraße ziehen. Für die Bauzeit haben Verwaltung und Ambulanter Pflegedienst übergangsweise Räume im Holsteinischen Kamp im Barmbek bezogen.

Die Fertigstellung des Hartwig-Hesse-Quartiers ist für Anfang 2018 avisiert. Für die Gestaltung des Gebäudes zeichnet das Hamburger Architekturbüro Huke-Schubert Berge verantwortlich. Die Baukosten für das neue Hartwig-Hesse-Quartier von rund 24 Millionen Euro werden überwiegend über die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB-Hamburg) sowie die Hamburger Sparkasse und städtische Zuschüsse finanziert. Im Gegenzug garantiert die Hartwig-Hesse-Stiftung, dass die im neuen Quartier angebotenen Wohnungen zu 91 Prozent bezahlbare Sozialwohnungen mit einer Kaltmiete von 6,30 Euro/qm sein werden.

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