Stadtteil Nienstedten

Stadtteile

ARCHIV-Inhalt (veröffentlicht: 11.11.2015)

Die Stadtteile Rissen, Blankenese, Nienstedten, Othmarschen und Groß Flottbek bilden die so genannten Elbvororte im Westen Hamburgs. Othmarschen, Nienstedten und Blankenese liegen entlang der fast 10 km langen, Villengesäumten Elbchaussee, die Ottensen mit diesen vornehmen Stadtteilen verbindet. Eine andere Gemeinsamkeit dieser noblen Vororte sind die Elbstrände, die im Sommer eine wunderbare Alternative zur Nord- oder Ostsee bieten.

Bis ins 20. Jahrhundert war Nienstedten kirchlicher Mittelpunkt vor den Toren Hamburgs. Ursprünglich ein Dorf, in dem Bauern und Handwerker lebten, zog die idyllische Lage am Hochufer der Elbe reiche Hamburger Kaufleute und Reeder an, die sich entlang der Elbchaussee prunkvolle Landsitze errichteten. Das Elbschlösschen (Elbchaussee 372), das 1806 von Matthias Hansen erbaut wurde, das Landhaus Linderhof (Nr. 388) von 1798 und das Landhaus Linnich (Nr. 400) von 1805 sind noch heute zu sehen.

Die Nienstedtener Kirche wurde im Jahr 1751 unter der musikalischen Leitung von Georg Philipp Telemann eingeweiht. Sie ist heute ein beliebter Ort für Hochzeiten. Im angrenzenden Friedhof sind Grabmale alter Holsteiner und Hamburger Geschlechter wie der Godeffroys, der Reemtsmas oder der Hagenbecks, aber auch das des Dichters Hans Henny Jahnn und des Schriftstellers Hubert Fichte zu sehen.

Der Internationale Seegerichtshof der Vereinten Nationen hat seit dem Jahr 2000 in der Schröder'schen Villa und einem modernen Gebäudekomplex in Nienstedten seine Arbeit aufgenommen.

Nienstedten gehört auch zur ersten Adresse, wenn es um gastronomische Highlights geht. Im eleganten Hotel Louis C. Jacob an der Elbchaussee 401 mit seiner berühmten Lindenterasse ist der 2-Sterne-Koch Thomas Martin für kulinarische Höhenflüge zuständig. Am Nienstedter Markplatz lockt das "Il Sole" mit feiner italienischer Küche, und das romantische Witthüs im Hirschpark ist eine beliebte Adresse für Familienfeiern der gehobenen Art.

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