Sommerferien in Hamburg: Viele Schulen bieten Ferienbetreuung an

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ARCHIV-Inhalt (veröffentlicht: 19.07.2017)

Für rund 220.000 Hamburger Schüler ist vom 20. Juli bis 30. August 2017 schulfreie Zeit – Viele Schulen bieten Ferienbetreuung an.

An Hamburgs Schulen beginnt am kommenden Donnerstag, 20. Juli 2017, für 6 Wochen die unterrichtsfreie Zeit. Das bedeutet 42 Tage "ohne Schule" für rund 220.000 Schüler sowie  rund 19.000 Lehrkräfte, Erzieher und Sozialpädagogen an den Schulen. Die Lehrkräfte haben aufgrund der Präsenztage zur Vorbereitung des neuen Schuljahres allerdings ein paar Tage weniger Schulferien.

Bildungssenator Ties Rabe: "Erholung sollte für Schüler und Lehrkräfte in den Ferien an erster Stelle stehen. Ganz ohne Lernen geht es aber für manche Schüler auch in den Sommerferien nicht. Vor allem gegen Ende der Ferien macht es Sinn, eventuelle Lerndefizite abzubauen, Versäumtes nachzuholen, Kenntnisse aufzufrischen und wieder in den Lernrhythmus zurückzufinden."

Ferienbetreuung an Schulen

Im Zuge des flächendeckenden Ganztagsausbaus bieten alle Schulen über ihre Kooperationspartner eine Ferienbetreuung an, entweder selbst oder an einem anderen Schulstandort. In diesem Schuljahr haben sich rund 24.985 (34,5 %) Kinder für die Ganztagsbetreuung in den Ferien angemeldet. An manchen Schulen laufen aber auch zusätzlich Ferienkurse, Freizeitangebote und Auffrischungskurse für Rückkehrer aus dem Ausland.

Ferienpass

Für alle Kinder und Jugendlichen, die gar nicht oder nur kurz verreisen, hat die Schulbehörde wieder den Hamburger Ferienpass herausgegeben. Die aktuelle Ausgabe enthält mehr als 600 Veranstaltungen und 10.000 Termine. Ob Kultur, Natur und Umwelt, Spiel, Sport und Abenteuer, Computer und Experimente – das Jugendinformationszentrum (JIZ) hat wieder ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Der Ferienpass wird nicht nur in den Schulen verteilt, sondern liegt auch in den Jugendämtern, Kundenzentren, Öffentlichen Bücherhallen, allen Filialen von Budnikowsky und Heymann sowie im Jugendinformationszentrum, Dammtorstraße 14, bereit. Unter www.hamburg.de/ferienpass gibt es das Heft zum Download.

Vielfältige Ferienkurse der Volkshochschule

Für all diejenigen Kinder und Jugendlichen (und Eltern), die ihre Sommerferien noch nicht komplett verplant haben, bietet die Hamburger Volkshochschule mehr als 100 Ferienkurse. Den Kids bieten sich hier jede Menge interessante Erlebnisse und Erfahrungen. Neben den bereits ermäßigten Schüler-Angeboten finden sich im VHS-Ferienprogramm im Rahmen des talentCAMPus auch kostenlose Kurse und Workshops.

Alle Ferienkurse für Kids auf einen Blick: www.vhs-hamburg.de/kampagnen/ferienkurse-728?p=5
Kurse im Rahmen des talentCAMPus: talentcampushamburg.blog
Hotline VHS: Telefon 0 40)/4 28 41 42 84, www.vhs-hamburg.de

Verlängerte Sommerferien

Eine Unterrichtsbefreiung unmittelbar vor und nach den Ferien ist in der Regel nicht zulässig. Wer dagegen verstößt, muss mit empfindlichen Bußgeldern und einem Eintrag ins Zeugnis rechnen. Das Bußgeld beträgt pauschal 200,- Euro pro Tag. Fehlt mehr als ein Kind einer Familie aus diesem Grund unentschuldigt, beträgt das Bußgeld 300,- Euro pro Tag.

Nach den Ferien

Nach den Ferien stehen für viele Schüler wichtige Veränderungen an: Etwa 8.000 Vorschüler werden in die Grundschule wechseln, insgesamt rund 15.000 Erstklässler werden eingeschult. Rund 15.000 Schülerinnen und Schüler wechseln aus den Grundschulen an die weiterführenden Schulen. Erfahrungen aus den Vorjahren haben gezeigt, dass rund 800 Schüler nach Klasse 6 das Gymnasium verlassen müssen und ihre Schullaufbahn an einer Stadtteilschule fortsetzen. Weitere 2.500 Schüler wiederholen eine Klassenstufe, rund 700 verbringen zumindest einen Teil des kommenden Schuljahrs im Ausland.

Für rund 17.000 Schüler der allgemeinen Schulen wird spätestens der 19. Juli ihr letzter Schultag gewesen sein, weil sie entweder mit Allgemeiner Hochschulreife (Abitur), Fachhochschulreife, Erstem oder Mittlerem Schulabschuss oder ohne Abschluss aus der Schule entlassen werden. Weitere rund 20.000 Schülerinnen und Schüler werden die Berufsbildenden Schulen verlassen.

Zeugnistelefon

Wenige Tage vor Ausgabe der Jahreszeugnisse wird die Schulbehörde wieder das bewährte "Zeugnistelefon" anbieten: Für alle Eltern, Schülerinnen und Schüler, denen das Zeugnis Probleme und Sorgen bereitet, haben die Regionalen Bildungs- und Beratungszentren (ReBBZ) der Schulbehörde einen telefonischen Zeugnisdienst eingerichtet. Erfahrene Schulpsychologen, Sozialpädagogen und Lehrkräfte stehen mit fachkundigem Rat bereit und können helfen, Ursachen für die schulischen Schwierigkeiten zu finden und Wege aus einer Krisensituation aufzeigen.

Die Beratung ist vertraulich und auf Wunsch auch anonym. In den 13 Regionalen Bildungs- und Beratungszentren erhalten Schülerinnen und Schüler sowie Eltern und Lehrkräfte fachlich Beratung und Unterstützung bei schulischen Problemen.

Kontakt Zeugnistelefon:
bis Donnerstag, 20. Juli 2017, jeweils in der Zeit von 8.00 bis 16.00 Uhr unter Telefon 0 40/4 28 99 20 02 oder E-Mail schueler-zeugnisdienst@bsb.hamburg.de

Bildquelle: © RainerSturm, pixelio.de

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