Fleischliebe: Produktion auf Rekordhoch

Rund ums Essen

© pixabay.com / RyanMcGuire / CC0 Public Domain

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Eine neue Höchstmarke: Die Schlachthöfe in Deutschland haben laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2016 über acht Millionen Tonnen Fleisch produziert. Schweinefleisch führt nach wie vor die Beliebtheitsskala an.

Fleischertrag: Weniger Schweine, mehr Rinder

Sage und schreibe 8,25 Millionen Tonnen Fleisch produzierten die deutschen Schlachthöfe und konnten so das Vorjahresergebnis um 4.500 Tonnen noch leicht steigern. Am beliebtesten ist immer noch Schweinefleisch mit 59,3 Millionen Schlachtungen. Zwar wurden über 60.000 Tiere weniger geschlachtet als 2015 – deren höheres Gewicht sorgte aber dafür, dass die Produktion um etwa 1.000 Tonnen auf 5,57 Millionen Tonnen stieg.

Bei den Rindern war ein gegenteiliger Effekt spürbar: Es wurden 2016 etwa 3,6 Millionen Tiere und damit über 15.000 mehr als im Vorjahr geschlachtet. Der Fleischertrag war hingegen geringer als 2015, was auf das geringere Durchschnittgewicht der Rinder zurückzuführen ist. Ihre natürliche Schlachtreife erreichen Rinder mit etwa eineinhalb bis zwei Jahren, in der Regel werden sie aber schon früher geschlachtet.
In der Summe stieg auch die Produktion von Geflügelfleisch. Im Vorjahr wurden deutschlandweit über eineinhalb Millionen Tonnen und damit knapp 5.000 Tonnen mehr Geflügel produziert.

Gesteigerte Nachfrage aus dem Ausland

Nun lässt sich schlussfolgern, dass der Hunger auf Fleisch- und Wurstwaren in Deutschland ungebrochen ist. Betrachtet man hingegen die Statistik zum Fleischkonsum, ist dieser in den vergangen Jahren um ein paar Kilogramm auf knapp unter 60 Kilogramm pro Jahr und Kopf zurückgegangen. Warum steigt dann die Nachfrage? Ganz einfach: Deutsche Schlachthöfe exportieren teilweise fast die Hälfte ihrer Produktion ins Ausland. Die Nachfrage nach Fleisch von guter Qualität ist nämlich nicht nur hierzulande hoch.

Fleischverarbeitende Betriebe wie Schwarz Cranz setzten auf Qualität

Um beste Qualität zu gewährleisten, bezieht die Mehrheit der fleischverarbeitenden Betriebe in Deutschland nur Fleisch aus vertrauenswürdigen Quellen. So wie Schwarz Cranz aus Niedersachsen: Das familiengeführte Unternehmen ist ein wichtiger Arbeitgeber für 500 Mitarbeiter in der Region und hat sich in den vergangenen Jahrzehnten von der kleinen Landschlachterei zum erfolgreichen Mittelständler gewandelt. Ein Grund dafür sind moderne IT- und Logistik-Systeme sowie eine lückenlose Qualitätskontrolle – und die braucht es bei der enormen Nachfrage auch. 

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