igs internationale gartenschau hamburg 2013 – Moderne Stadtentwicklung in Grün - hamburg-magazin.de

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Parks & Grünanlagen

igs internationale gartenschau hamburg 2013 – Moderne Stadtentwicklung in Grün

IGS 2013 - Sommer im ParkSommer im Park, © igs 2013

Die internationale gartenschau hamburg 2013 (igs 2013) ist der grüne Impulsgeber der Freien und Hansestadt Hamburg für die stadtentwicklungspolitische Erschließung des Hamburger Südens.

Seit 2007 plant und gestaltet sie auf einer rund 100 ha großen Grün- und
Brachfläche im Hamburger Stadtviertel Wilhelmsburg eine internationale Gartenschau. Unter dem Motto "In 80 Gärten um die Welt" entführt die Ausstellung ihre Besucher von April bis Oktober 2013 auf eine Zeit- und Weltenreise durch die Kulturen und Klimazonen dieser Erde. Zugleich entsteht ein Park für das 21. Jahrhundert: eine grüne Oase inmitten der Stadt mit spannenden Sport- und Bewegungsmöglichkeiten, attraktiver Gastronomie und überraschenden Wasser- und Gartenanlagen.

Gartenschauen als Motoren der grünen Stadtentwicklung

Gartenschauen sind mehr als reine Blumenschauen: Landschaftsarchitektur ist grüne Stadtentwicklung. Sie gestaltet brach liegende Freiflächen und sorgt so für die dringend notwendigen Ausgleichsflächen für die gestresste Stadt. Wurden noch im vergangenen Jahrhundert Freiräume häufig als "Resträume" missachtet, die bei der Bebauung von Straßen und Plätzen übrig blieben, so sind Parks und Grünanlagen heute die Kraftquellen der Metropolen. Sie bieten Erholung, Begegnung und Inspiration, sind Spiel- und Sportfläche, Grill- und Liegewiese, kurz: der grüne Innenhof der gebauten Stadt.

Mit der Eröffnung der internationalen Gartenschau schafft die igs 2013 im Herzen des Hamburger Stadtteils Wilhelmsburg einen "Park für das 21. Jahrhundert". Er soll die modernen Freizeit-, Erlebnis- und Bewegungsbedürfnisse einer internationalen Stadtgesellschaft erfüllen und wird damit ein Zeichen setzen für die gestalterische Kraft der Landschaftsplanung.

"In 80 Gärten um die Welt"

In Anlehnung an den berühmten Fantasieroman Jules Vernes entstehen in sieben Erlebniswelten 80 Gärten, die unter dem Motto "In 80 Gärten um die Welt" ihre Besucher auf eine Zeit- und Weltenreise durch die Kulturen, Klima- und Vegetationszonen dieser Erde entführen werden. Die Schau kann von den Hamburger Landungsbrücken per Fähre und Barkasse erreicht oder vom Hamburger Hauptbahnhof in zehn Minuten mit der S-Bahn angefahren werden. Im Ausstellungsjahr 2013 werden rund 2,5 Mio. Gäste erwartet.

Leitthemen:

Das Motto der Internationalen Gartenschau "In 80 Gärten um die Welt" richtet
sich konzeptionell an drei Leitthemen aus:

Internationalität

Die Gartenschau 2013 findet in einem der internationalsten Viertel Hamburgs statt: Allein ein Drittel seiner rund 50.000 Einwohner ist migrantischer Herkunft, insgesamt leben über hundert Nationen auf der Insel. Die gesamte Parkanlage, ihre sieben Welten und die darin gezeigten 80 Gärten spiegeln in ihrer Vielfalt die Interkulturalität des ausstellenden Viertels und die Internationalität der ausstellenden Gesellschaft wieder. So entsteht beispielsweise in der "Welt der Religionen" ein interreligiöser Garten, den die fünf großen Glaubensgemeinschaften – Judentum, Islam, Christentum, Buddhismus und Hinduismus – seit 2008 gemeinsam gestalten; in der "Welt der Kulturen" wiederum planen Migranten seit 2009 einen "Kiosk der Nationen", der später auch von ihnen betrieben werden wird.

Sport und Bewegung

Das Leben in der Großstadt findet häufig draußen statt: im Straßencafé, auf Spiel-, Grill- und Liegewiesen, beim Flanieren durch Stadt und Park. Auch der Sport hat sich aus der Turnhalle heraus ins Freie, in den Park, in die Stadt, an den Strand verlagert. Immer weniger Menschen trainieren im Verein, sondern allein oder in selbst organisierten Gruppen. Migranten machen anders Sport als Deutsche, Kinder anders als Jugendliche, ältere Menschen anders als jüngere. Ein moderner Park muss all diesen Bedürfnissen gerecht werden. Die igs 2013 baut daher einen "Sport- und Freizeitpark" mit differenzierten Bewegungs-, Begegnungs- und Erholungsangeboten. Bis 2013 entstehen eine Kletterhalle und ein Schwimmbad, eine Aktivlandschaft mit zwei großen Sporthallen und eine beleuchtete Skater-Anlage, ein Feng-Shui- und ein Hochseilgarten, Grill- und Liegewiesen, Spielplätze für Kinder und vieles andere mehr.

Ökologie und Nachhaltigkeit

Landschaftsplanung ist Natur- und Umweltschutz. Sie rekultiviert verloren gegangene Räume der Stadt, sorgt für die notwendige Balance zwischen Naturschutz und Naturgestaltung durch den Menschen, pflegt und schützt Pflanzen, Tiere und Gewässer.

Alle landschafts- und architekturplanerischen Anlagen und Gebäude der igs 2013 werden Ressourcen schonend, nachhaltig und nach neuesten ökologischen bzw. energetischen Standards errichtet. So etwa baut die igs 2013 die vorhandenen Wilhelmsburger Wasserstraßen zu einem Verkehrswegenetz für Fährlinien und Barkassen aus, die Wettern im Park werden zu einem Kanurundkurs verbunden. Teiche und Gewässer werden entschlammt und zu einem Biotopverbund zusammengeführt, so dass die Wasserqualität steigt und sich der Lebensraum für Tiere und Pflanzen vergrößert. Industrie- und Kulturdenkmäler am und im Park wie das Wilhelmsburger Wasserwerk von 1904 oder die Kapelle von 1902 werden und wurden saniert und zu einem Gartenrestaurant bzw. Veranstaltungsraum umgebaut. Eigens für die Gartenschau errichtete Gebäude wie die Blumenschauhallen werden nach der Ausstellung in ein Sport- und Bewegungsparadies für Vereine und Stadtteileinrichtungen umgewandelt. Alle neu entstandenen Anlagen und Gebäude werden 2014 allen Hamburgern zur Verfügung stehen.

Der Zukunftspark der Gartenschau

Der Park der Gartenschau ist ein Park für das 21. Jahrhundert. Seine Modernität zeichnet sich aus durch:

 

  • Beteiligung. Grünflächen entstehen im Austausch mit ihren späteren
    Nutzern. Die igs 2013 beteiligt daher in unzähligen Workshops,
    Bürgeridalogen und Gemeinschaftsprojekten die Bevölkerung an der
    Planung und Gestaltung ihres Parks.
  • Harmonische Vielfalt. Parkanlagen sind die "grünen Innenhöfe" der Stadt. In ihnen wird gespielt, geredet, gegrillt und gejoggt. Die igs 2013 vereint die unterschiedlichen Nutzungsanforderungen zu einem ästhetisch schlüssigen Grünflächenkonzept.
  • Innovation. Gartenschauen sind immer auch Leistungsschauen der Grünen Branche und der Bauwirtschaft. Die igs 2013 überrascht ihre Besucher unter anderem mit innovativen Wasser- und Gartenanlagen, Spiel- und Sportplätzen, einem Weg weisenden Beleuchtungskonzept, das für alle Hamburger Grünflächen vorbildlich werden soll und einem Restaurant, das als begehbares Industriedenkmal die Geschichte des Viertels lebendig macht.
  • Identitätsstiftende Individualität. Natur lässt sich nicht austauschen.
    Moderne Landschaftsplanung setzt sich daher intensiv mit den
    geographischen, ökologischen und sozialen Gegebenheiten ihres
    Wirkungsgebietes auseinander. In Wilhelmsburg bedeutet dies: Wasser,
    Insel, Industrie, Einwohner aus über 100 verschiedenen Ländern. Ein faszinierender Mix, der sich unter anderem in Kanurundkursen und neuen Uferpromenaden, Containergärten und restaurierten Gründerzeitbauten oder in den Gärten der Welt der Kulturen widerspiegeln wird.

Der "Sprung über die Elbe"

Gemeinsam mit der Internationalen Bauausstellung Hamburg (IBA Hamburg) ist die igs 2013 zentraler Motor für das Hamburger Stadtentwicklungsprogramm

Eintrittspreise für die IGS

Einzeltageskarte21,- Euro
Ermäßigte Tageskarte*17,-  Euro
Gruppenkarte (ab 20 Personen)19,-  Euro
Jugendkarte **6,- Euro
Kindertageskarte**0,- Euro
Feierabendkarte***9,-  Euro
Dauerkarte normal110,-  Euro
Dauerkarte ermäßigt90,- Euro
Dauerkarte Jungendliche28,50 Euro
Dauerkarte Feierabend (ab 18.00 Uhr)55,-  Euro
Nachbarschaftskarte: Berechtigt Menschen, die in Wilhelmsburg, Steinwerder oder Veddel gemeldet sind, zum Eintritt an drei Tagen eigener Wahl0,- Euro

* Ermäßigte Tageskarte

  • Ermäßigung bei Behinderungen ab 50 % (gegen Vorlage des Behindertenausweises ).
  • Arbeitslose, SGB II und SGB III Leistungsempfänger (gegen Vorlage des Bewilligungsbescheids, der nicht älter als 6 Monate ist)
  • Studenten (gegen Vorlage eines nationalen oder internationalen Studentenausweises)
  • Auszubildende

** Jugendtageskarte / Kindertageskarte

  • Freier Eintritt für Kinder bis 6 Jahre (Jahrgang 2007)
  • Jugendtageskarte für Kinder bzw. Jugendliche zwischen 7 und 17 Jahren (Jahrgang 1996 bis 2006)

***Feierabendkarte

  • Geltungsdauer ab 18.00 Uhr bis Betriebsschluss für den Besuch der Gartenschau.
  • Nicht eingeschlossen sind Abendkulturveranstaltungen

05.05.2010



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