Altonaer Volkspark und Dahliengarten - hamburg-magazin.de

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Parks & Grünanlagen

Altonaer Volkspark und Dahliengarten

Nördlich von Bahrenfeld wurde 1918 der 153 ha große Volkspark angelegt. Er ist leicht hügelig und sehr urwüchsig. Vom höchsten Punkt, der Birkenhöhe, hat man einen schönen Ausblick. Im Nordwesten des Parks befindet sich der herrliche Dahliengarten, in dem im Spätsommer ca. 14.000 Dahliensorten blühen.

Im Norden des Volksparks liegen die Imtech Arena (ehemals HSH Nordbank Arena) und die O2 World Hamburg (ehemals Color Line Arena) und im Nordwesten schließt sich der Hauptfriedhof Altona an.

Letzte Ruhe für HSV-Mitglieder

In Sichtweite des Stadions befindet sich seit September 2008 ein kleines Gräberfeld für HSV-Vereinsmitglieder. Wer sein Leben lang mit dem Hamburger Sportverein verbunden ist, kann auf dem Friedhof des Altonaer Volksparks beigesetzt werden. Weitere Informationen hierzu bietet der HSV und das Fachamt Management des öffentlichen Raumes des Bezirks Altona. Dieses Angebot ist weltweit jedoch nicht einmalig – auch der argentinische Fußballclub Boca Juniors bietet seinen Fans die "Letzte Ruhe" in Vereinsfarben an.

Dahliengarten

Am Ende des Volksparkes, an der Luruper Chaussee, ist Europas ältester noch bestehender Dahliengarten (seit 1920 und seit 1932 an heutiger Stelle) mit zahlreichen Raritäten, Superlativen, Weltpremieren und Spezial-Beeten aus der Dahlienwelt. Während der Saison von Mitte Juli bis Ende Oktober ist der Park täglich ab 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr bzw. bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet, der Eintritt ist frei. Alles Wissenswerte über den Garten und die 14.227 Dahlien finden die Besucher an zwei großen Informations-Tafeln. Zusätzlich sind die 444 Sorten ausführlich beschildert.

Permakultur-Garten im Schulgarten im Altonaer Volkspark

Permakultur Garten, Schulgarten Altona
© Manuela Husmann

Der Parkteil in der Nähe der großen Spiel- und Liegewiese wurde von Ferdinand Tutenberg als Zentralschulgarten mit botanischem Garten konzipiert. Die Bevölkerungsdichte und die daraus entstandenen Probleme gaben Anlass, sich um die Volksgesundheit zu kümmern. Im "Schulgarten" konnten Lehrer mit den Stadtkindern praktisch und wissenschaftlich arbeiten. Die große wirtschaftliche Not zwang viele Bürger zur Selbstversorgung. Für die gärtnerische Bildung der Erwachsenen konzipierte der Gartenbaudirektor eine Musteranlage von sieben Schrebergarten-Parzellen. Drei dieser Parzellen von gut 2.000 m² werden zu einem Permakultur-Garten als Musterbeispiel für urbanes Gärtnern umgestaltet. So wird der Grundgedanke, den Städtern Beispiele für Selbstversorgung zu liefern, in das neue Jahrtausend transportiert. Der Schulgarten steht seit 2002 unter Denkmalschutz.

Betrieben wird der Garten vom Tutenberg Institut für Umweltgestaltung e. V. Jedes Mitglied kann ein eigenes Beet bewirtschaften oder bei Gemeinschaftsprojekten mitmachen. Freizeitgärtner aus der Umgebung sind willkommen. Namensgeber für den Verein ist Ferdinand Tutenberg, Gartenbaudirektor des damals preußischen Altona. Er war für die Gestaltung und Planung des Altonaer Volksparks ab 1913 zuständig.

Schwerpunkte    

  • Imkerei:
    Bienenhaltung in der Bienenkiste, einer Möglichkeit der artgerechten Haltung von Bienen. Schon 2010 wurde ein historisches Rondell im abgelegenen Bereichdes Schulgartens zu einer Blumenwiese und damit zur Bienenweide umfunktioniert.
  • Nachbarschaftsbeete:
    Gartenanfänger können eine eigenes Beet von 6, 12, 18 oder 24 m² Größe für eigene Experimente und Ernte nutzen.
  • Gemeinschaftsflächen:
    Mandalabeet, Sonnenfalle, essbarer Wald,Spalierobsthecke – einige der Planungen, die auch in Kooperation mit anderen Vereinen in diesem Jahr umgesetzt werden.

Der Begriff "Permakultur" ist die aus dem englischen ins deutsche übersetzte Wortschöpfung "permaculture" = permanent + agriculture. Dahinter verbergen sich konzeptionelle Ansätze für eine permanente und nachhaltige Landwirtschaft. Diese Art des Anbaus wurde in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts von Bill Mollison (Alternativer Nobelpreis 1981) und David Holmgren in Australien entwickelt. In den letzten vierzig Jahren hat sich die  "Permakultur" mit ihren methodischen Ansätzen auf viele Lebensbereiche ausgeweitet: Gärtnern, Selbstversorgung, ökonomische Konzepte, Gemeinschaftsbildung, Hausbau, Regional- und Freiraumplanung.

12.05.2011

Ortsinformationen

Adresse

  • Altonaer Volkspark
  • August-Kirch-Straße 55
  • 22525 Hamburg

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