| Hamburgs Parks und Grünanlagen |
Buchtipps:
So gesehen. Geschichte und Geschichten aus Hamburger Gärten und grünen Oasen
Von Andrea Weber, Fotograf Andreas Bock, Dölling und Galitz Verlag 2009, 110 Seiten, ca. 160 historische und Farbabbildungen, Preis 22,- Euro. Direkt bei Amazon bestellen.
Gärten dienen neben der Funktion als Stätte der Erholung des Menschen auch der Repräsentation oder der künstlerischen Selbstverwirklichung. Vor allem wenn die Gärten größere Grünflächen sind und nach den Regeln der Gartenkunst gestaltet wurden, meist außerhalb der Städte angelegt, wurden sie als Garten- und Parkanlagen öffentlich zugänglich gemacht. Im 18. Jahrhundert wurden um die bürgerlichen Landhäuser der Hamburger eindrucksvolle Parkanlagen errichtet, die oft noch heute zur Besichtigung und Erholung einladen.
Was wäre Hamburg ohne diese vielen oft jahrhundertealten Parks und Grünanlagen, die alten Baumbestände, herrlich angelegte Gärten in Elblage, romantische Hinterhöfe, liebevoll bepflanzte Balkons und Schrebergartenkolonien? Und was wären die Gärten ohne die Menschen, die sie bestellen, die mit Liebe und Leidenschaft ein kleines Stück Land in ein grünes Paradies verwandeln?
Andrea Weber erzählt in ihrem Buch Garten- und Stadtteilgeschichte; sie berichtet von den individuellen Wegen der Hamburger, sich inmitten der Großstadt Oasen zu erschaffen, und von der Freude des Gärtners, seinen Pflanzen beim Wachsen zuzusehen. Das Buch erzählt vom schwimmenden Garten ebenso wie vom Nachbarschaftsgarten, entführt an die Elbe und in den Versuchsgarten des Landschaftsarchitekten Gustav Lüttge, dorthin, wo heute ein Meer aus Rhododendronblüten zu bestaunen ist. Blühende Paradiese werden in Lohbrügge, Volksdorf oder Lokstedt vorgestellt. Verwunschene Gärten am Elbhang, der "Garten der Frauen" auf dem Ohlsdorfer Friedhof oder idyllische Hinterhöfe in Ottensen, sie alle zeigen die Handschrift der Menschen, die sie gestalten und mit Liebe pflegen.
Aber es gibt auch die Nutzgärten. Reiche Ernte gibt es in einem Bahrenfelder Kleingarten, hier wurde kein Zentimeter der 600 m² als Rasenfläche oder zur Zierde vergeudet. Grünkohl, Kohlrabi und Möhren sprießen hier prächtig. In einem kleinen Gewächshaus gedeihen Paprika und Tomaten.
"Man kann den ganzen Alltagsrummel vergraben" sagen die Kirchgärtner von St. Pauli. Am Elbhang, im Windschatten der alten St. Pauli Kirche, wird mit Hingabe gegraben und gepflanzt. Ein "besonderer Ort für Gebete und Predigten, den hatte sich schon der Hauptpastor von St. Michaelis 1682 anlässlich der feierliche Einweihung des Gotteshaues gewünscht. Heute ist es ein Rückzugsgebiet für die Anwohner St. Paulis von der lauten, "sündigen Meile", eine Idylle mit Blumen, Gräsern, Kräutern, Rosen, Beeren und einem liebevoll gepflegten Ginkobaum. Aber die privaten Gärten in diesem Stadtteil müssen sich auch immer wieder gegen Verwüstung und Müll behaupten.
Das Buch begleitet den Leser an Orte des kleinen Glücks in der Hansestadt. Und spätestens die wunderschönen Fotografien von Andreas Bock locken jeden Leser auf eine Reise zu den Gärten, auch wenn man viele von ihnen nur vom Gartenzaun aus bewundern kann.
Alsterpark
Großzügige Grünanlage am Westufer der Außenalster mit altem Baumbestand,
Liegewiesen, japanischen Kirschbäumen, Steinlaternen und einem Ententeich. Die Anlage
entstand 1952, als die Stadt die Privatgärten der Anwohner des Harvestehuder Weges
aufkaufte, um das Gebiet für die IGA zu nutzen. An warmen Sommertagen sind hier
Tausende Menschen unterwegs, ohne dass man das Gefühl bekommt, bei einer Massenveranstaltung zu sein.
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U1
Klosterstern
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Altonaer Volkspark und
Dahliengarten
Nördlich von Bahrenfeld wurde 1918 der 153 Hektar große Volkspark angelegt. Er
ist leicht hügelig und sehr urwüchsig. Vom höchsten Punkt, der Birkenhöhe, hat man
einen schönen Ausblick. Im Nordwesten des Parks
befindet sich der herrliche Dahliengarten, in dem im Spätsommer ca.12.000 Dahliensorten blühen. Geöffnet
Juli-Oktober 7.00 Uhr bis zur Dunkelheit.
Im Norden des Volksparks
liegen die HSH Nordbank Arena (Heimstadion des HSV)
und die Color Line Arena und im Nordwesten schließt sich der Hauptfriedhof Altona an.
Letzte Ruhe für HSV-Mitglieder – In Sichtweite des Stadions
befindet sich seit September 2008 ein kleines Gräberfeld für
HSV-Vereinsmitglieder. Wer sein Leben lang mit dem Hamburger Sportverein
verbunden ist, kann auf dem Friedhof des Altonaer Volksparks beigesetzt
werden. Weitere Informationen hierzu bietet der HSV und
das Fachamt Management
des öffentlichen Raumes des Bezirks Altona. Dieses Angebot ist
weltweit jedoch nicht einmalig – auch der argentinische Fußballclub Boca
Juniors bietet seinen Fans die "Letzte Ruhe" in Vereinsfarben an.
Dahliengarten
Am Ende des Volksparkes, an der Luruper Chaussee, ist Europas ältester noch
bestehender Dahliengarten (seit 1920) mit zahlreichen Raritäten,
Superlativen, Weltpremieren und Spezial-Beeten aus der Dahlienwelt. Während
der Saison von Ende Juni bis Ende Oktober ist der Park täglich ab 7.00 Uhr
bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet, der Eintritt ist frei. Alles
Wissenswerte über den Garten und die 14.227 Dahlien finden die Besucher an
zwei großen Informations-Tafeln. Zusätzlich sind die 444 Sorten ausführlich
beschildert.
Am Weiher
Der kaum einsehbare Eimsbüttler Park bietet Spaziergängern einen herrlichen Rundweg um einen kleinen Weiher. Der eingezäunte Spielplatz am einen Ende des Parks ist ein beliebter Treffpunkt für Familien. Auf der anderen Seite befindet sich das "Café im Park".
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U2 Lutterothstraße |
Antoni-Park
Er ist 1.500 m² groß, liegt als einziger in Hamburg auf einem Dach, hat einen
"Fliegenden Teppich", den "Teegarten", drei Palmen und den allerbesten Hafenblick: der Antoni-Park in
St. Pauli am Pinnasberg. Direkt auf der Schulsporthalle der Ganztagsschule St. Pauli
gelegen, mit Rasenwellen und "Teegarten" ist der Park ein echtes Stück
Gemeinschaftsarbeit: Initiiert von den Künstlern des Projektes "Park
Fiction", das auf der documenta XI zu sehen war, entstand eine
"Insel" unter größtmöglicher Beteiligung der Anwohner in besonders eng bebauten Stadtteilen mehr Grünflächen und damit
Lebensqualität zu schaffen.
Der Antoni-Park ist ein Teil der rund 14.000 m²
großen Projektfläche "Park Fiction". Weitere Parks entstehen auf der St. Pauli-Hafenstraße, die auf die Hälfte zurückgebaut wird, und auf der historischen Grünfläche
"Schauermannspark" auf den Kasematten, die voraussichtlich bis zum nächsten Frühjahr wiederhergerichtet sein sollen. 2005 geht es dann weiter mit der Umgestaltung des Straßenabschnittes
Pinnasberg zwischen den Pastorengärten und der Schulsporthalle. Hier werden Flächen z.B. für Streetball und Boule entstehen. In der Hangfläche hinter dem
"Golden Pudel Club" sind Sitzstufen mit einer kleinen Bühne geplant. In der Mitte des Wendekreises, wo Antoni- ,
Bernhard-Nocht- und St. Pauli-Hafenstraße zusammenlaufen, soll der "Seeräuberinnen-Brunnen" gebaut werden.
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S1
S21
S3
Reeperbahn |
Baurs Park
Am Blankeneser Elbufer, unweit vom Fähranleger Op'n Bulln, wurde bereits 1802-1815
vom Altonaer Konferenzrat G.F. Baur die wunderschöne Parkanlage angelegt. Im Park steht
das Landhaus Katharinenhof, ein zweigeschossiger Putzbau im spätklassizistischen Stil. Es
dient heute Verwaltungszwecken. Auf der Anhöhe des Kanonenberges, ganz in der Nähe des
Katharinenhofes steht ein neuer Leuchtturm.
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S1 S11
Blankenese
36 Mühlenberg |
Botanischer
Garten
Der Neue Botanische Garten in Klein-Flottbek wurde 1979 eröffnet, weil eine
flächenmäßige Erweiterung des Botanischen Gartens in der Innenstadt nicht mehr möglich
war. Er dient, als Teil des Instituts für Allgemeine Botanik der Universität, in erster
Linie Lehr- und Forschungsaufgaben, ist aber auch für jedermann zugänglich. Neben den
geografischen Abteilungen, z.B. japanischer Garten, gibt es einen Arzneigarten,
Bauerngarten, Giftpflanzenabteilungen und
Zierpflanzengruppen.
In Planung ist ein ca. 800 qm großer Duft- und Tastgarten, speziell für erblindete
Besucher. Auch "normal Sehende" sind willkommen, die Feinheiten der Blätter und
die unterschiedlichen Düfte der Blüten wahrzunehmen.
Geöffnet 9.00-17.00 Uhr, Eintritt frei. Kostenlose Parkplätze direkt
vorm Eingang.
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S1 S11
21/115 Klein-Flottbek |
Duvenstedter Brook
Ganz im Norden Hamburgs ist ein 800 Hektar großes urwüchsiges Naturschutzgebiet.
Am Ende der letzten Eiszeit (vor 22.000 Jahren) bildete der
Duvenstedter Brook das Ende eines großen Gletscherbeckens. Hier findet man eine pflanzenreiche
Hochmoor-, Heide- und Waldlandschaft mit einem hohen
Wildbestand.
Die stattlichsten Wildschweine, Dam- und Rothirsche kann man auf den Beobachtungsplätzen
an der großen Brunftwiese sehen. Ein Informationshaus des NABU am Duvenstedter Triftweg 140 informiert
anschaulich über die Entstehung des Moores, über die Fauna und Flora und
über den Naturschutz. Öffnungszeiten:
April bis Oktober von Di-Fr 14-17 Uhr, Sa 12-18 Uhr, So 10-18 Uhr.
Im Februar, März und November Sa 12-16 Uhr, So 10-16 Uhr.
Eichtalpark
Ende des 18. Jahrhunderts pflanzte der Wandsbeker Lederfabrikant Lucas Luettkens
zahlreiche Eichen, um deren Rinde für die Gerberlohe zu gebrauchen. 1870 schuf dann
dessen Enkel Caspar Oscar Luettkens daraus den heutigen Eichtalpark. Entlang der Wandse,
die durch den Park fließt, führt ein schöner Radwanderweg von der Alster bis nach
Volksdorf.
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U1
Wandsbek-Markt
9 Eichtalstraße |
Garten de l'Aigles
Eine historisch außergewöhnliche Grünanlage in Eppendorf ist dieser verwilderte Rosen und
Obstgarten. Das Grundstück der Hamburger Familie de l'Aigles beherbergt uralte und
kürzlich erst wiederentdeckte Rosenarten sowie andere seltene Blumen. Das verwilderte
Paradies erinnert an die Zeit der ersten Bepflanzung 1888. Heute ist ein Teil des
Gartens ist als Naturdenkmal erhalten und liegt inmitten der Stiftung
Anscharhöhe, zugänglich über Tarpenbekstraße 107.
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U1 U3
Kellinghusenstraße
22 Frickestraße |
Buchtipp: Alma de l'Aigle "Ein Garten"
Dölling und Galitz Verlag, 182 Seiten, Preis: 19,80 Euro
Der Roman eines Gartens. Die Hamburger Gartenliebhaberin,
Rosenspezialistin und Reformpädagogin Alma de l'Aigle beschreibt das
Leben und Arbeiten im väterlichen Garten im damals noch ländlichen
Hamburg-Eppendorf um die Jahrhundertwende aus der Sicht eines Kindes. Ein
Nutz- und Ziergarten, der zum Paradies der Erzählerin wurde. Ihr
sachlich-sinnlicher Umgang mit der Natur, die Beschreibungen der Rosen,
der Essreife von Birnen, der väterlichen Züchtung eines Glasapfels, der
Obsternte oder der Akeleizüchtung regt alle Gartenfreunde zur Nachahmung
an. Der Garten de l'Aigles wurde zu Beginn der 90er Jahre wiederentdeckt. Ein Teil ist als
Naturdenkmal erhalten und zugänglich.
Grünes Zentrum Lohbrügge
Im Norden des Stadtteils Lohbrügge liegt das großflächige Grüne Zentrum, das
seit der Neubebauung des Stadtteils in
den 70er Jahren das Wohngebiet entlang
eines kleinen Baches durchschneidet. Zahlreiche Kinderspielplätze, 3 kleine
Seen, eine Minigolf-Anlage, ein
großer Rodelberg, eine Skateboard-Anlage und eine Vogelvoliere mit Finken,
Papageien, Sittichen und Hühnern bilden das
Naherholungszentrum.
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S2
S21
Bergedorf
234 Heidkampsredder / 12 Harnackring |
Harburger
Stadtpark
Der Harburger Park hat für jeden Geschmack etwas zu bieten.
Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder per Boot, der Park kann auf vielfältige Weise erschlossen werden.
Die Harburger Außenmühle bietet sich optimal zum Joggen an. Direkt am See
liegt auch das Freizeitbad
MidSommerland Harburg.
Es gibt einen kostenlosen Parkführer, der beim Zentrum für Umwelt und Entsorgung in der Hermannstraße
14 (Telefon: 0 40/34 35 36, geöffnet von Mo bis Fr von 10.00 - 18.00 Uhr)
erhältlich ist. Zusätzlich kann das Faltblatt im Geschäftszimmer der Garten- und Friedhofsabteilung des Bezirksamtes Harburg, Harburger Rathausplatz 6, abgeholt werden.
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S3
Harburg
145 / 245 Rabenstein |
Heine-Park und
Donners Park
Der Heine-Park an der Elbchaussee 31 in Ottensen wurde erst 1984 der
Öffentlichkeit übergeben. Im Park mit herrlichen alten Bäumen, Rhododendren, Azaleen und
anderen Sträuchern steht das Heine-Haus. Das ehemalige Gartenhaus des Bankiers Salomon
Heine ist heute eine Galerie mit Erinnerungsraum. Vom Park führt eine neue
Fußgängerbrückedirekt zum benachbarten Donners Park.
Hirschpark
Besonders idyllisch liegt zwischen Nienstedten und Blankenese, am Ende der
Elbchaussee, der Hirschpark. Vor
mehr als 200 Jahren von der Familie Godeffroy angelegt,
gehört er zu den schönsten Hamburger Parks. Herrliche mehrhundertjährige Bäume sind
genauso sehenswert wie die Lindenallee, das Herrenhaus und das Wildgehege mit Damwild und
Rentieren.
Im ehemaligen Kavaliershaus sind heute die Witthüs-Teestuben. In gemütlicher
Atmosphäre gibt es hausgemachten Kuchen und russischen Rauchtee.
Der
Hirschpark – Hintergründe, Geheimnisse,Verträumtes
Hamburger Autoren schreiben den Klönschnack-Sonderband
Klaus Schümann Verlag, 84 Seiten, zum Preis vom 7,50 Euro im
ausgewählten Buch- und Zeitschriftenhandel erhältlich.
Innocentiapark
Der Innocentiapark – gelegen in Harvestehude zwischen Brahmsallee, Oberstraße und Parkstraße – wurde 1884 als erste Grünanlage Hamburgs angelegt. Der kreisförmige "Inno-Park" bietet einen ca. 400 m langen Rundgang um die zentrale Rasenfläche. Ein (nicht eingezäunter) Spielplatz mit Wasserpumpe bietet viel Abwechslung für die kleinen Besucher.
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U3 Hoheluftbrücke, U1 Klosterstern |
Jenischpark
Ein weiterer Park an der von großen Bäumen gesäumten Elbchaussee ist der
Jenischpark (ca. 42 ha groß). Er
ist ein Teil des vom Hamburger Kaufmann und späteren Freiherrn Caspar von Voght
gegründeten Landsitzes. Fasziniert von der topographischen Situation des
Elbhanges und des Flottbektals erwarb er ab 1785 in Klein- und
Großflottbek vier Höfe, die er zu einer Musterlandwirtschaft im Stil
einer so genannten "Ornamented Farm" ausbaute. Im Jahr 1828
erwarb dann der Hamburger Kaufmann und spätere Senator Martin Johann von Jenisch
das Anwesen. Die Anlage wurde in einen vorwiegend der Repräsentation
dienenden Park mit dem klassizistischen Herrenhaus als Hauptblickpunkt
umgestaltet.
Heute ist der Park eines der letzten
herausragendes Beispiel eines als Englischer Landschaftspark gestalteten Landsitzes
im nordwestdeutschen Raum. Der Besucher des Jenischparks erlebt heute
eine Grünfläche mit weich modellierten Wiesenflächen,
altem Baumbestand mit vielen
seltenen und exotischen Exemplare aus Überseen
und einem eindrucksvoll, naturräumlichen Bezug zum
Elbe-Urstromtal.
Auf einer Anhöhe mit schönem
Blick auf die Elbe stehen das
Jenisch-Haus und das
Ernst-Barlach-Haus, beide beherbergen
heute Museen.
Klövensteen
Westlich von Hamburg befindet sich der Klövensteener Forst, ein großes, nicht
überlaufenes Gelände für ausgiebige Spaziergänge. Das angeschlossene Wildgehege ist
ein beliebter Ausflugsort bei den Hamburgern. Nach einem ausgedehnten Marsch kann man in
einem der zahlreichen Ausflugslokale eine Stärkung zu sich nehmen.
Regionalparks in der Metropolregion Hamburg
–
Welche Chancen bieten Regionalparks für die Metropolregion Hamburg? Im
Mai 2007 veranstalteten der Landkreis Harburg und die Hamburger Behörde für
Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) eine Konferenz, um Antworten auf diese
Frage zu finden. Als Ausgangspunkt der Diskussion dienten dabei
Regionalpark-Beispiele aus Frankfurt, Berlin und dem Ruhrgebiet. Über die
daraus erwachsenden Chancen diskutierten auf der Konferenz im Bürgerhaus
Hamburg-Wilhelmsburg rund 200 Vertreter aus
Kommunalpolitik, Verwaltungen, Wirtschaft, Landwirtschaft, Gremien und
Verbänden der Metropolregion.
Über die Konferenz gibt es nun eine Dokumentation, die in Kürze auch im
Internet unter
www.metropolregion.hamburg.de
abrufbar ist. Die Veröffentlichung dokumentiert die Vorträge und
Diskussionen der Veranstaltung und belegt, dass die Regionalpark-Idee in der
Metropolregion Hamburg auf fruchtbaren Boden gefallen ist. Mit den
Regionalparks "Wedeler
Au" (Schleswig-Holstein/ Hamburg) und "Rosengarten" (Niedersachsen/ Hamburg)
liegen erste erfolgreiche Beispiele für gemeinde- und länderübergreifende
Zusammenarbeiten vor.
Die Konferenzdokumentation gibt einen Einblick hinter die Kulissen und zeigt
Erfolgsfaktoren für die Gründung, Umsetzung und Vermarktung von
Regionalparks auf. Sie kann damit als Ansporn für Gemeinden und Landkreise
in der Metropolregion Hamburg dienen, weitere Regionalpark-Initiativen ins
Leben zu rufen.
Bei Regionalparks handelt es sich um ein relativ neues Instrument zur
Förderung der integrierten Regional- und Landschaftsentwicklung, das auch
für die Metropolregion Hamburg zusätzliche Perspektiven eröffnen kann. Das
Zusammenspiel städtischer Vitalität und Wirtschaftskraft mit der
landschaftlichen Attraktivität unserer Metropolregion prägt ihre Identität
und ihre Kulturlandschaften. Es ist zudem ein entscheidender weicher
Standortfaktor und Basis einer zukunftsfähigen Regionalentwicklung.
Regionalparks haben das Ziel, die Leistungskraft und Lebensqualität der
Region umfassend zu stärken. Sie unterstützen das Image und die
"Markenbildung" von Regionen im Wettbewerb und ermöglichen, dass in breiter
Kooperation Projekte entwickelt und umgesetzt werden.
Die Dokumentation kann beim Landkreis Harburg, Telefon
0 41 71/69 34 13 und bei der BSU, Telefon
0 40/4 28 40 80 55, kostenlos bezogen werden.
Hamburg
hat jetzt 29 Naturschutzgebiete – "Hummelsbütteler Moore" ausgewiesen
– Umweltsenator Axel Gedaschko: "Hamburg hält seine deutschlandweite
Spitzenposition beim Verhältnis Naturschutz- zu Landesfläche. Mit dem
neusten Gebiet sind in der Stadt nun 8,1 % oder rund 61 km² unter Schutz
gestellt. Damit leisten wir erstens einen wesentlichen Beitrag zu Natur- und
Klimaschutz, zweitens bieten wir Hamburgern und Gästen beste
Erholungsmöglichkeiten in freier Natur. Gerade die Hummelsbütteler Feldmark
ist sehr beliebt. Der Charakter des Gebiets wird durch die
Unterschutzstellung langfristig erhalten."
Es umfasst insgesamt rund 60 ha und dabei auch die bestehenden Naturdenkmale
Ohlkuhlenmoor und Hüsermoor. Hier gibt es noch die seltene, für Moore
typische Vegetation mit Beständen von Moor- oder Beinbrechlilie, Torfmoosen,
Moosbeere, Sonnentau und einem Vorkommen von Torfmoosknabenkraut.
Kleingewässer bieten unter anderem dem gefährdeten Moorfrosch
Laichmöglichkeiten. Durch die Einbeziehung umliegender Flächen in das
Schutzgebiet werden Pufferflächen um die besonders empfindlichen Bereiche
geschaffen, und die kleinen erhaltenen Moorreste sind durch die
Schutzgebietsausweisung dauerhaft besser geschützt.
Die Susebek verbindet als Fließgewässer die noch erhaltenen Moorflächen. Das
Quellgebiet und der oberen Verlauf der Susebek liegen vollständig im
Schutzgebiet. Die Susebek soll langfristig naturnäher gestaltet werden.
Liste aller
Naturschutzgebiete Hamburgs.
Buchtipp für naturkundliche Streifzüge für Kinder in Hamburg:
Wo wohnt die
Schnirkelschnecke? Herausgegeben von Gisela Bertram und Hilke Schröder mit Illustrationen von Katja Wandel, 174 Seiten, 160 Abbildungen, Preis 14,80 Euro, direkt hier bestellen.
Wer kennt Hamburgs Düne, wer weiß, wo in Hamburg Kakao wächst oder wo der
Dachs seine Höhle baut? Wer lebt in einem Wassertropfen? Können Libellen stechen?
Antworten auf solche Fragen geben die "Naturkundlichen Streifzüge für
Kinder", die Botaniker und Zoologen geschrieben haben, die seit Jahren spannende
Abenteuertouren mit Kindern durch Hamburgs Natur machen. 21 ganz unterschiedliche Ausflugsziele wie der Stadtpark, das Raakmoor oder
der Wohldorfer Wald locken Kinder, Eltern, Großeltern und Lehrer bei jedem Wetter nach draußen. Dabei gibt es für jedes Gebiet konkrete Anregungen: Was kann
man tun? Zum Planetenjogging bitte nach Karlshöhe, zum Wettspringen mit Tieren
in den Wohldorfer Wald. Oder im Höpen eine Geräuschelandkarte entwerfen. Ob
uralte Bäume, tollkühne Fledermäuse oder gewitzte Blütenbesucher - es gibt viel
zu entdecken. Ein reich bebilderter Erlebnisführer für die ganze Familie!

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