Mutterschutz, Sorgerecht, Unterhalt, Trennung

Kind & Kegel

Kind und Kegel | Was Eltern wissen sollten

© Günter Kupich, Hamburg

Die Gesundheit und das Wohlbefinden des Kindes stehen über allem. Dafür tragen die Eltern Verantwortung und müssen bestimmte Pflichten übernehmen. Unser Grundgesetz regelt außerdem, dass Eltern ebenso auf gewisse Rechte und Ansprüche zurückgreifen können. Staatliche Unterstützung gibt es z. B. bei der Betreuung und Erziehung der Kinder.

Eltern tragen gemeinsam Sorge

Ehepaare haben das gemeinsame Sorgerecht für ihr Kind oder ihre Kinder. Mütter von unehelichen Kindern haben das alleinige Sorgerecht. Eltern, die zum Zeitpunkt der Geburt ihres Kindes nicht verheiratet sind, können sich auf ein gemeinsames Sorgerecht verständigen. Sie geben dazu eine sogenannte Sorgeerklärung ab. Die Bezirksämter beurkunden dieses Dokument kostenfrei. Notare sind dazu auch berechtigt. Sie berechnen den Service. Das gemeinsame Sorgerecht bleibt auch dann bestehen, wenn sich die Eltern dauerhaft trennen.

Sind sich die Eltern in einem Punkt der Kindererziehung absolut uneinig, kann ein Familiengericht die Entscheidung dazu auch einem Elternteil allein übertragen. Ein Familiengericht kann die elterliche Sorge auf ein Elternteil übertragen, wenn es dem Wohl des Kindes dient oder wenn sich die (Ehe)Partner in diesem Punkt einig sind. Hierzu ist ein Antrag nötig.

www.familien-wegweiser.de

Unterhalt für das Kind

Eltern sind zum Unterhalt ihrer Kinder verpflichtet. Leben sie getrennt, zahlt Unterhalt nur derjenige, der die minderjährigen Kinder nicht bei sich im Haus oder in der Wohnung hat. Die Höhe der zu leistenden Zahlungen variiert. Faktoren, die in die Berechnung mit einfl ießen sind: Einkommen, Selbstbehalt und Kindergeld. In Hamburg gelten die Unterhaltsleitlinien des Hanseatischen Oberlandesgerichts. Die "Düsseldorfer Tabelle" ist darin berücksichtigt.

Der gesetzliche Kindesunterhalt für minderjährige Kinder, deren Eltern ein Nettoeinkommen bis zu 1.500 Euro beziehen, liegt für 0–5-Jährige bei 317,- Euro, bei 6–11-Jährigen bei 364,- Euro und bei 12–18-Jährigen bei 488,- Euro. Für Volljährige gelten Sonderregelungen. Liegt das Nettoeinkommen über 1.500 Euro, erhöht sich auch der Kindesunterhalt. Unter justiz.hamburg.de sind die Unterhalts-Staffelungen ersichtlich.

Die Bezirksämter beraten Alleinerziehende kostenfrei. Mütter und Väter mit geringem Einkommen können sich zudem bei der Öffentlichen Rechtsauskunft- und Vergleichsstelle gegen geringe Gebühr beraten lassen. Auch Rechtsanwälte helfen gegen Honorar weiter

Die Düsseldorfer Tabelle enthält Leitlinien für den Unterhaltsbedarf von Unterhaltsberechtigten. Hier können Sie alle Düsseldorfer Tabellen der Vergangenheit abrufen: www.dfgt.de

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