Geburtsvorbereitungskurse und Geburtsarten

Kind & Kegel

Schwangere beim Ultraschall

© BARMER GEK

Die werdende Mutter sollte sich bestmöglich auf die Geburt ihres Kindes vorbereiten. Indem sie (und ihr Partner) an Geburtsvorbereitungskursen teilnimmt, kann sie nicht nur mit den Schmerzen besser umgehen, sie erlangt außerdem das nötige Selbstvertrauen für die bevorstehende Geburt. Hierbei gilt: kein Grund zur Eile, denn ein Vorbereitungskurs macht erst zwischen der 28. und 30. Schwangerschaftswoche Sinn. Dann macht sich auch das Baby langsam bereit und nimmt die Startposition ein. Empfohlen wird, dass der Kurs etwa drei bis vier Wochen vor dem errechneten Geburtstermin endet.

Insbesondere Erstgebärende werden im Geburtsvorbereitungskurs mit dem Ablauf der Geburt und diversen Gebärpositionen und -möglichkeiten vertraut gemacht. Sie erfahren Fachinformationen, lernen bestimmte Atemtechniken und Beckenbodenübungen kennen, werden rund um das Thema Schmerzlinderung informiert und können sich in der Gruppe untereinander austauschen. Außerdem werden erste Tipps zum Stillen und zur Säuglingspflege besprochen. Der Kurs wird in der Regel von einer Hebamme durchgeführt. Die Leistungen werden von der Krankenkasse bezahlt. Meist müssen Sie lediglich eine Kaution von 50,- Euro hinterlegen, die Sie am Ende des Kurses erstattet bekommen.

Außerdem gibt es die Möglichkeit, am Wochenende Intensivkurse zu besuchen, an denen dann auch der Partner teilnehmen kann. Die Kursgebühren für den Partner werden von der Krankenkasse nicht getragen und können von Kurs zu Kurs variieren – manche Krankenkassen übernehmen aber Teilkosten. Daher: unbedingt nachfragen! Auch wenn der Geburtsvorbereitungskurs umfassende Informationen bietet, ist er zeitlich begrenzt. Die werdende Mutter kann daher auch andere Möglichkeiten nutzen, um sich auf die Geburt vorzubereiten. In speziellen Yoga-Kursen für Schwangere oder Wassergymnastik kann Sport eine gute Alternative sein.

Kurse nach der Geburt

Auch nach der Geburt können spezielle Kurse sehr sinnvoll sein, denn Schwangerschaft und Geburt hinterlassen häufig Spuren – äußerlich sowie innerlich. In speziellen Rückbildungskursen werden funktionelle Übungen zur Kräftigung von Bauch- und Beckenbodenmuskulatur sowie Übungen für das Wohlbefinden von Schultern, Nacken und Rücken durchgeführt. Auch Aqua-Kurse sind sehr beliebt. Das Bäderland Hamburg bietet z. B. Frauen, die kürzlich entbunden haben, einen Kurs ab 6 Wochen nach der Geburt an. Dieser besteht aus speziellem Muskel- und Beckenbodentraining, unterstützenden Übungen und dient zur Rückbildung und Körperstraffung.

Ist ein Kurs bis zum neunten Lebensmonat des Kindes abgeschlossen, übernimmt die Krankenkasse die Kosten für 10 Stunden Rückbildung.

Geburtsarten

Die wohl häufigsten Geburtsarten bei der natürlichen Geburt sind die liegende Geburt, die Wassergeburt und der Gebärhocker. Heutzutage kann man sein Kind auf die verschiedensten Wege zur Welt bringen.

Hier einige Beispiele:

Wassergeburt

Die Geburt (auch schon die Eröffnungsphase) findet im und unter Wasser statt. Diese Methode wird häufig als weniger schmerzhaft empfunden, weil das warme Wasser entkrampfend wirkt. Für das Baby wird auf diesem Weg ein sanfter Übergang zwischen zwei extrem unterschiedlichen Milieus, nämlich dem warmen Fruchtwasser und der kalten Außenluft, geschaffen.

Entbindungsbett

Es wird vorwiegend in Krankenhäusern eingesetzt. Je nach Wunsch kann die Schwangere liegen oder sitzen. Da sich nur die Rückenlehne verstellen lässt, ist es für Frauen, die verschiedene Positionen ausprobieren wollen, etwas einschränkend.

Vierfüßlerstand

Wer die liegende Position während der Entbindung als unangenehm empfindet, kann bei der Geburt den Vierfüßlerstand wählen. Hierbei wird das Hohlkreuz vermieden.

Geburtshocker

Die Schwangere nimmt auf einem halbkreisförmigen, mit Aussparung für das Baby versehenen Hocker Platz.

Geplanter Kaiserschnitt

Bei dieser Methode wird das Baby in einer Operation aus dem Bauch der Mutter geholt.

Hilfe nach der Geburt

Das Baby ist da, die Freude riesig – und nichts geht mehr. Wer keine Hilfe hat, bekommt sie von wellcome. Wie ein Engel kommt die Ehrenamtliche und unterstützt wie sonst Familie, Freunde oder Nachbarn. wellcome ist für alle Familien da. In Hamburg gibt es 17 wellcome-Standorte. Die Ansprechpartnerin in Ihrem Stadtteil finden Sie unter www.wellcome-online.de.

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