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Städtepartnerschaften der Hansestadt Hamburg > Dresden

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Chronologie der Städtepartnerschaft
Im Kontext von Perestroika, Glasnost und schließlich der deutsch-deutschen Wiedervereinigung fand die Städtepartnerschaft Hamburg - Dresden in einer historisch einzigartigen Umbruchsphase ihren Anfang. Sie leistete in den Nachwendejahren einen großen Beitrag im Bemühen, das Zusammengehörigkeits- gefühl zwischen Ost und West zu stärken. Die Elbe als verbindendes Element beider Partnerstädte verlieh den Beziehungen zwischen Hamburg und Dresden darüber hinaus von Beginn an eine besondere Intensität. 2007 feierte die Städtepartnerschaft ihr 20jähriges Bestehen, was Dresden mit einem großen Festakt und Rückblick auf die vergangenen 20 Jahre würdigte.
Die Elbe als Gemeinsamkeit
Als Hamburg und Dresden 1987 die Partnerschaftsurkunde unterzeichneten, war dies der Beginn einer ganz besonderen Städtepartnerschaft, die im geteilten Deutschland keine Selbstverständlichkeit war. Historisch gesehen hatte die enge Verbindung der beiden Städte Tradition. Und mit der Elbe, der gemeinsamen Lebensader Hamburgs und Dresdens, verfügten Hamburg und Dresden auch geografisch über eine stete Verbindung.
Schon im 19. Jahrhundert hatten die Handelsbeziehungen zwischen beiden Städten so große Bedeutung erlangt, dass 1850 in Dresden ein erstes Hamburger Konsulat eröffnet wurde. Auch bei diesen wirtschaftlichen Kontakten spielte die Elbe eine wichtige Rolle. Bereits 1868 wurde in Dresden die Elbschiffahrtsgesellschaft „Die Kette“ gegründet, die bis 1935 Transportschiffe an einer langen Eisenkette elbaufwärts beförderte und damit den Schiffsverkehr zwischen Hamburg und Sachsen erheblich beschleunigte und intensivierte.
Darüber hinaus gab es vielfältige kulturelle und wissenschaftliche Kontakte. So erhielt der Maler Philipp Otto Runge seine Ausbildung in Dresden und erreichte seine frühe künstlerische Vollendung in Hamburg. Der Hamburger Gottfried Semper erbaute 1838 das bis heute berühmte Dresdner Opernhaus. Und der Architekt Fritz Schumacher, der in Hamburg maßgebliche städteplanerische Akzente setzte, war zugleich Professor in Dresden. In den 1980er Jahren war es vor allem die Hamburgische Staatsoper, die mit Aufführungen in Dresden einen Kulturaustausch realisierte.
Dresden - Zwischen Tradition und Moderne
High-Tech und Barock, Zukunft und Vergangenheit - das sind zwei Seiten ein und derselben Stadt Dresden.
Dresden ist eine moderne Stadt mit dem Flair der ehemaligen sächsischen Residenz. Internationales Renommee genießen die Semper-Oper und die Staatskapelle Dresden. Ihre barocke Innenstadt - nach der Wende detailgetreu renoviert, durch das Elbe Hochwasser 2002 tragischerweise stark in Mitleidenschaft gezogen – zählt zu den schönsten der Welt.
Mit rund 500.000 Einwohnern ist Dresden zugleich bedeutender Verkehrsknotenpunkt und Industriestandort. Die wichtigsten Wirtschaftszweige umfassen optische Industrie, Textil-, Nahrungsmittel- und Gartenbauindustrie. Auch für innovative Produkte aus der Mikroelektronik und der Biotechnologie ist die Stadt bekannt.
Die Elbe und die sanft hügelige Landschaft zwischen der Sächsischen Schweiz und Meißen prägen den Naturraum, in den die Stadt am Strom eingebettet ist. Für Kunstentfaltung und Weinanbau ist das Klima gleichermaßen günstig. Ihre Bewohner sind für den ihnen eigenen Charme, die sprichwörtlich sächsische Gemütlichkeit, bekannt.

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