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Städtepartnerschaften der Hansestadt Hamburg > León

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Am 10. Mai 1989 erklärten sich Hamburg und León dazu bereit, eine Entwicklungspartnerschaft zu gründen. Damit verfolgten sie zwei Ziele: Die traditionelle Freundschaft zueinander sollte gefördert und die gemeinsame Arbeit intensiviert werden.
Daten und Fakten
90 Kilometer nordwestlich der nicaraguanischen Hauptstadt Managua liegt León, die Hauptstadt des gleichnamigen Departamento in West-Nicaragua und mit rund 150.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt des Landes. Das ausgedehnte Verwaltungsgebiet der Stadt erstreckt sich in einer Ebene zwischen der mittelamerikanischen Vulkankette und der Pazifik-Küste. León blickt auf eine bewegte Geschichte zurück.
Zu Kolonialzeiten war die Stadt, die 1610 erbaut wurde, Sitz der spanischen Behörden und politischer, kultureller und wirtschaftlicher Mittelpunkt des Landes. Nach der Unabhängigkeit blieb León bis 1852 Hauptstadt Nicaraguas. Auch heute noch gilt León als Stadt der Intellektuellen, der Professoren und Studenten, die an der dortigen Universität – der ältesten Nicaraguas – studieren. León spielte auch im Kampf gegen das Somoza-Regime eine herausragende Rolle. Bereits im Juni 1979, ein Monat bevor in der Hauptstadt die Somoza-Diktatur zusammenbrach, wurde in León die Gegenregierung ausgerufen. Die Menschen nannten León daher „erste Hauptstadt der Revolution“.
Von der kolonialen Vergangenheit zeugt auch heute noch das Stadtbild Leóns, das von schönen alten Bauten aus der Kolonialzeit geprägt ist. Herausragende Attraktion ist die Kathedrale aus dem Jahr 1747, die bedeutendste und wohl schönste Kathedrale Lateinamerikas aus dieser Epoche.
Das zum Stadtgebiet gehörende Umland ist landwirtschaftlich geprägt. Kleinbäuerliche und handwerkliche Betriebe sind für die ländliche Bevölkerung die wirtschaftliche Grundlage. León ist das Handelszentrum der Region.

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