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Städtepartnerschaften der Hansestadt Hamburg > Osaka

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Chronologie der Städtepartnerschaft
Aus der Wirtschaft kamen 1985 die ersten Anstöße, eine Städtepartnerschaft mit der japanischen Hafenstadt Osaka einzugehen. Seitens der Politik wurde der Vorschlag zuerst mit Skepsis aufgenommen. Die Gleichbehandlung aller Regionen stand im Vordergrund. Nach einer Grundsatzentscheidung wurde diese Haltung revidiert - die Verhandlungen über eine Städtepartnerschaft kamen in Gange.
2009 feierte die Partnerschaft ihr 20-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums besuchte der Vizebürgermeister von Osaka, Keizo Kitayama, Hamburg und trug sich in das Goldene Buch der Hansestadt ein.
Zudem fanden in der norddeutschen Metropole eine Festreihe statt: Angeführt von dem mittlerweile traditionellen Kirschblütenfest an der Hamburger Alster bis hin zu offiziellen Empfängen und einem klassischen Konzert ließ Hamburg den 20. Geburtstag der Städtepartnerschaft mit Osaka hochleben.
Daten und Fakten zu Osaka
Osaka, japanisch ??? geschrieben, liegt im Westteil der japanischen Hauptinsel Honsh? - gut 500 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Tokio entfernt. Mit mehr als 2,6 Millionen Einwohnern ist die an der Mündung des Flusses Yodo gelegene Stadt nach Tokio und Yokohama die drittgrößte Stadt Japans. Zugleich bildet Osaka den Mittelpunkt der Region Kansai.
Diese Region mit ihren drei bedeutenden Zentren Osaka, Kobe und Kyoto, heute mit circa 17,5 Millionen Einwohnern zweitgrößter Ballungsraum des Landes, ist das historische und spirituelle Herz Japans. Vom 4. bis zum 19. Jahrhundert bildete Kansai den Mittelpunkt der japanischen Geschichte mit den ersten, permanenten Hauptstädten Nara (8. Jahrhundert) und Kyoto (ab Ende 8. Jahrhundert). Ebenfalls aus Westjapan stammten die beiden Reichseiniger Oda Nobunaga und Toyotomi Hideyoshi, die im späteren 16. Jahrhundert als Shogun das Land einigten und zentral verwalteten.
Bildung zur Hafenstadt
Unter Hideyoshi entwickelte sich die Hafenstadt Osaka zum wirtschaftlichen Zentrum des Landes. Die wirtschaftliche Vorrangstellung konnte der Kansai bis zur Verlegung der kaiserlichen Residenz 1869 nach Tokyo behaupten. Im Zuge der Industrialisierung blühte hier die Textilproduktion. Durch den Übergang zur Schwerindustrie 1920 erfuhr Osaka nochmals Wachstumsimpulse und wurde als „Manchester des Orients“ zum führenden Wirtschaftszentrum Japans. Die Zentralisierungstendenzen nach dem Zweiten Weltkrieg und der hohe Anteil traditioneller Industriezweige (Textil, Chemie, Schiffbau) haben zu einem Bedeutungsverlust der Region Kansai geführt. Im Laufe der Jahre stieg das Bruttoregionalprodukt aber wieder leicht an.
Städtische Infrastruktur
Heute stellt Osaka das traditionelle Handelszentrum Japans dar und gilt als eines der wichtigsten Industriezentren und einer der bedeutendsten Hafenmetropolen des Landes. Die Innenstadt ist ein Geschäftszentrum, das Arbeitsplätze für rund 1,5 Millionen Menschen sowie zahlreiche Kultur- und Bildungsstätten, kilometerlange Einkaufsstraßen und eine hervorragende Infrastruktur bietet. Im Zuge der Vorbereitungen der ersten asiatischen Weltausstellung 1970 wurden einem hochmodernen Flughafen auch der Ausbau der Untergrundbahn und deren Koordinierung mit den Expressbahnen realisiert. Die "Shin-Mido-Suji"-Autostraße und eine zwischen deren Fahrspuren verlaufende Eisenbahnlinie verbanden das Zentrum der Stadt mit dem Expo-Gelände. Die Gesamtkosten für die Verbesserung der Infrastruktur beliefen sich auf 2,3 Milliarden Dollar. Heute verfügt Osaka über zwei Flughäfen, die sich außerhalb der Stadt befinden. Über den Kansai International Airport werden Auslandsflüge abgefertigt und der in der Region Kinki gelegene Flughafen Osaka-Itami ist für Inlandsflüge konzipiert.

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